Taking care of an Angel

  „Taking care of an Angel“ ist eine Tragikomödie, die ich in 2010 zu Ehren des „Tag des Down-Syndrom“ und in Zusammenarbeit mit dem Verein „Trisomie 21“ von Montreuil sowie mit der Hilfe von Sylvia Gaymard, Mutter eines Down-Syndrom erkrankten Erwachsenen, geschrieben habe.

 

      Dieses Stück ist eine Uraufführung mit acht Schauspielern. Drei davon sind Down-Syndrom erkrankte Männer und Frauen: Romain Borghi, Amélie Charberet und Dalil Laibes. Die professionellen Schauspieler sind: Justine Assaf, Wohan Azzam, Yohan Guion, Antoine Hirel und Sébastien Ventura. Die Regieassistentin für dieses Stück ist  Eloise Genêt.

„Auf den Schutzengel warten“ betrachtet die Krankheit mit Humor und Ernst. Es zeigt die Realität und die Schwierigkeiten, die Menschen mit Down-Syndrom und ihre Familien und Mitmenschen im Alltag erleben. 

 

      Augustin ist ein junger, rational denkender, ernster, auf sich selbst konzentrierter Geschäftsmann. Er hat drei Freunde zu sich zum Abendessen eingeladen. Während der Vorbereitungen erscheinen Valérie, seine Mutter, und sein Bruder/seine Schwester, Augustin(e) (die 3 Schauspieler mit Down-Syndrom teilen sich die Rolle des Bruders/der Schwester). Augustin wirkt überrascht und hektisch. Warum? Vielleicht liegt es daran, dass er seinen Freunden niemals erzählt hat, dass er einen Bruder/eine Schwester mit Down-Syndrom hat. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass er ihnen verkünden wollte, dass seine Frau ihn verlassen oder dass er im Glücksspiel verloren hat, dass er vollkommen pleite ist und er aus seiner Wohnung geworfen wird, jene Wohnung, in der er seinen letzten Abend mit seinen engen Freunden verbringen wollte. 

 

    Alle auftretenden Rollen – Augustin, seine drei Freunde (Harry, der Geschäftsmann ist, Stéphane, der eine berühmter Schriftsteller ist und Kevinsky, Schauspieler und Regisseur) und Valérie, eine attraktive Mutter mit zwei Kindern – sind letztendlich auf der Suche von ein und derselben Sache: Anerkennung. Die Anwesenheit des an Down-Syndrom erkrankten Bruders/ Schwester wird einen großen Einfluss auf jeden dieser Menschen haben. Schließlich wird klar, dass die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren kurz vor dem Zusammenbrechen sind. Bald wird jedem jedoch klar, dass es besser ist sich zu versöhnen und zu lieben. Ohne jegliches Urteil abzugeben, habe ich versucht diese Krankheit mit all ihren Klischees und Vorurteilen anzusprechen und zu verarbeiten.

 

      Ich habe versucht den Unterschied und die Andersartigkeit zum Hauptthema meines Stückes zu machen. Dies habe ich nicht nur auf die Behinderung, sondern ebenfalls auf die Gegensätze zwischen Menschen bezogen. Egal welche Entscheidungen man trifft, welche Größe oder Figur, welchen Glauben oder welche Überzeugungen man hat… ich bin davon überzeugt, dass die Akzeptanz des Anderen uns zu besseren Menschen macht. Diese Überzeugung ist sehr wichtig für mich.

 

 

* Translation by Christèle Ortu

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Ausschnitte aus dem Stück

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Dokumentarfilm über die Proben,

mit der Teilnahme von Francois Rollin